Unsere demeter Eier : Hof Harwege - Ihr demeter - Spezialist für Bioprodukte

Suchen & Finden

Geschichten die das Leben schreibt


Und Heinrich schreibt

.

Seit über zwanzig Jahren schreibe ich diesen Blog. Die ersten Texte mußten noch in HTML geschrieben werden. Heute ist es leichter, einfacher und natürlich schneller.

Hier nutze ich die Möglichkeit uns wirksam nach außen darzustellen.

Altersbedingt ist mein Erlebnisschatz rund um das Thema Landwirtschaft und Gartenbau recht umpfangreich.  Überlieferte Geschichten von Geistern, die den Pferden des Nachts die Mähne zu Zöpfen flochten, konnte ich als Kind in der Nachkriegszeit mithören. Fernseher waren noch nicht erfunden, es wurden Gespräche geführt. Undenkbar heute.

Unsere demeter Eier


Jan Cristof Oahlow und Mutter Gerlinde zwischen den Hühnern


So sieht ein mobiler Hühnerstall aus


Innenansicht des Hühnerstalles

Woher kommen unsere Eier ?

Vorab einige Sätze zum Verständnis, was Sie über Eier als Lebensmittel, wissen sollten.

Eier sind ein sensibles Thema. Mit keinem Lebensmittel wird so viel rumgemogelt, wie mit Eiern. Skandale , wie Freilandeier, die aus Käfighaltung kommen, oder Rückstände von Antibiotika oder chemischen Rückständen aus der Futterproduktion kommen in regelmäßigen Abständen in die Schlagzeilen der Medien. Namen sind in diesem Zusammenhang immer interessant. Der industrielle Eierproduzent Landkost wurde von der Tierschutzorganisation PETA angezeigt, weil die Firma bei der Freilandhaltung getrickst hatte. Selbst im Biobereich kommen skandalöse Verstöße gegen alle Richtlinien vor. Konventionelles Futter aus Osteuropa, das über Italien umdeklariert wurde und in Deutschland als Biofutter verteilt und verfüttert wurde. Der jüngste Fall aus 2014 ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Ein namhafter großer Bioeierproduzent hatte zu viele Tiere pro Quadratmeter Stall und Auslauffläche gehalten und damit gegen die EG- BIOrichtlinien verstoßen. Die Fürstenhof GmbH war im Verdacht und wurde von der Staatsanwaltschaft Mecklenburg- Vorpommern untersucht. Täglich wurden Millionen konventionelle Eier als Bioeier an Edeka, Rewe Märkte und Discounter verkauft. Der Biomarkt ist somit profitabel für Großerzeuger. Großerzeuger haben an bäuerlichem Denken und Handeln kein Interesse. Ihr Handeln ist eine Fortsetzung der Massenproduktion mit anderem Namen, EG- Bio.

Das Huhn, als Nutztier, hat besondere artspezifische Bedürfnisse. Es pickt und pickt und scharrt, wenn es nicht ruht oder schläft oder ein Ei legt. Das Huhn ist vom Wesen her, ängstlich , vorsichtig. Es ist für eine Massenhaltung nicht geeignt. Kleine Gruppen von 2 bis dreihundert Hühnern sind bereits sehr viel. Bei dieser Größenordnung sind die Hühner bereits so irritiert, das sie zusammenbleiben und in der Nähe des Stalles bleiben. Die besten Absichten, die die sogenannte Freilandhaltung, vorsieht, werden von den Hühnern nicht angenommen. Nur wenige Hühner trauen sich, sich weiter vom Stall zu entfernen. Um dieses Verhalten zu ändern, braucht es Schutzmöglichkeiten. Bäume, Sträucher oder Maispflanzen, aber auch kleine Unterstände zum verstecken helfen hierbei.

Vor diesem Hintergrund ist es immer wichtig zu wissen; wo kommt mein Lebensmittel her. Wie wurde das Lebensmittel hergestellt. Und was ist in diesem Lebensmittel drin. Die Krebsraten steigen heimlich und leise immer stärker an. Die Krankheitshäufigkeit ist erschreckend.

Wir möchten unbedenkliche Lebensmittel.

Mit viel Ausdauer und Überzeugungsarbeit konnten wir die Familie Pahlow aus Köhlingen gewinnen. Es ist ein bäuerlicher Betrieb mit Leib und Seele. Ein Familienbetrieb der wie wir, nach den demeter- Richtlinien wirtschaftet. 

Was bedeutet das ?

Das Futter für die Tiere wird vom Hof produziert, Es gibt viel Platz für die Tiere draußen und im Stall. Mehr Platz als in den Richtlinien gefordert wird. Mit dem Mist, den die Hühner im Stall machen, werden die Felder des Hofes gedüngt.

Die Hühner werden in mobilen Ställen gehalten. Es können etwa 250 Hühner in einem Stall übernachten und leben. Wenn bei schlechtem Wetter ( Frost, Schnee, Regen) der Auslauf uninteressant ist, muß genug Platz im Stall sein. Wir erinnern uns : picken, scharren, ruhen. Der Stall wird auf dem grünen Feld weitergezogen, wenn das Grün weniger geworden ist. Um den Stall herum ist ein mobiler Zaun, zum Schutz vor Raubtieren und Hunden. Am Abend muß der Stallzugemacht werden, einer von der Familie fährt dann hinaus um die Stalltür zu verschließen. Am Morgen fährt dann wieder jemand hinaus. Zuerst sammelt er die Eier ein, dann öffnet er die Türen, gibt den Tieren frisches Wasser und neues Futter. Das wiederholt sich jeden Tag.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist für uns die Regionalität und Frische, die uns mit der Familie Pahlow verbindet. Die Entfernung von Hof zu Hof beträgt nur 12 km. Jedes Ei ist so frisch, das es über 4 Wochen beim Verbraucher gelagert werden kann.

 Bruder - Schwester - Initiative

Einige demeter- Bauern haben dieses Projekt jetzt auf den Weg gebracht. Auch die Familie Pahlow nimmt daran teil.

Was ist das für eine Initiative? Es ist die Idee, die männlichen Küken leben zu lassen. Sie können leben bleiben und mit den weiblichen Geschwistern aufwachsen. Wenn sie groß sind, werden sie als mageres Brathühnchen geschlachtet. Die Legehühnerrasse ist darauf gezüchtet , Eier zu legen. Die Tiere haben wenig Fleischansatz. Es macht eine Aufzucht nicht rentabel, weil zu wenig Fleisch gebildet wird. Bei der Bruder- Schwester- Initiative suventioniert die Schwester über einen höheren Eierpreis das Überleben des Bruders. Das Ei verteuert sich nur um ca 2 Cent. Ansonsten werden die Küken nach dem Schlüpfen aus dem Ei nach Geschlecht sortiert. Die männlichen Küken kommen in den Reißwolf, werden getötet und zu Tierfutter weiterverarbeitet. Das ist die heutige Praxis.

Wir unterstützen die Bruder- Schwester- Initiative.

 

 

Frühlingserwachen( von Heiner Harwege)
Im Märzen ein Bauer den Trecker auftankt.
Hinaus aufs Land fährt er geschwind.
Den Acker will er brechen, mit seinem Pflug.
Stund um Stund, pflügt er die Rund.
Allein ist er, bei all seinem Tun.
Nur die Gedanken, seine Gedanken, breiten sich aus.
Es ist der Hafer, der in die Erde soll.
Ja morgen ist der Acker fertig, dann wird gesät.
Die Saat, sie steht bereit, sie bringt die neue Ernte.
Von Hand wird schon lang nicht mehr gesät,
Maschinen machen heut die Arbeit, auch auf dem Land. 
Die Sonne lacht uns an, weckt neues Leben in uns.
Endlich wieder Wärme, Licht und neue Kraft.