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Ei - Ei - Gift im Ei (2017)

Das gemeine Ei sollte nicht giftig sein und bedenkenlos gegessen werden können.

Kurzes Zitat aus " Agrar heute" Autor Hermann Krauß :

16. August: Die Zahl der nach Niedersachsen gelieferten Eier, die mit dem Pflanzenschutzmittel Fipronil verunreinigt waren, ist deutlich größer als zuvor bekannt. Nach Aussage des niedersächsischen Agrarministers Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) sollen insgesamt 35,3 Millionen Eier belastet gewesen sein.

Mein Komentar

Niedersachsen ist ein Bundesland von 16. Hochgerechnet kommen da wohl mehr als eine halbe Milliarde Eier zusammen. Wahnsinn. ! Zu viele Fabrikeier. Und denn! Die Bürger in unseren Nachbarstaaten haben auch diese Eier bekommen und verbraucht.

Weiters Zitat :

Aktuelle Meldungen


18.08.2017: Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet, dass die Desinfektionslösung Dega 16, die als Auslöser des Skandals um Millionen verseuchte Hühnereier gilt, offenbar nicht nur das Kontaktgift Fipronil, sondern mit dem Pestizid Amitraz auch einen weiteren gefährlichen Wirkstoff enthielt. Ob und inwieweit das Gift in Eier gelangt sein könnte, wird derzeit offenbar noch geprüft.
Amitraz ist ein Gift, das gegen Insekten und Milben eingesetzt wird, etwa bei Hunden. Als Pflanzenschutzmittel ist es seit 2008 EU-weit nicht mehr zugelassen, bei Menschen kann Amitraz zu Sprachstörungen, niedrigem Blutdruck und Desorientiertheit führen.

Mein Kommentar:

Lebensmittelskandale gab es in der Vergangenheit, es gibt sie, wie in diesem Fall im Augenblick und es wird sie auch in Zukunft geben.

Billige Nahrung wird nach industriellem Muster gefertigt. Es schließt die Tierhaltung sowie die Pflanzenproduktion ein. Mit bäuerlicher Arbeit hat das alles nichts zu tun. Agrarkonzerne sind da am Werk, mit Geldern aus Hegdefonts und dergleichen. Die Masse Mensch hat sich daran gewöhnt, wenig für das Essen auszugeben. Das Tiere dafür leiden, das Insekten im seltener werden, das Trinkwasser aus immer tieferen Brunnen geholt wird, ist vielen bekannt. Es verändert doch nicht das Verhalten.  

Es wird so weitergehen. Ein altes Sprichwort lautet: Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.

Daraus leite ich folgendes ab. Wir Deutschen haben bereits eine hohe Krebs- , Diabetes- und Schlaganfallrate. Diese wird weiter steigen. Mein Leser dieses Textes kennt mehrere dieser Fälle. Weil er bisher nicht betroffen ist, ändert mein Leser sein Verhalten nicht. So ist das.

Dies ist nicht der erste Lebensmittelskandal und leider nicht der letzte. Es wird weitergehen mit der Sauerei.

Fazit : Billig weiteressen ist nicht gut

Um sicher zu sein, ist es wichtig zu wissen, wie das Lebensmittel entstanden ist , woher es kommt und wer daran beteiligt ist.

Unsere Eier


Christof und Mutter Gerlinde Pahlow am Stall


Von weitem sind die Hühnerställe zu sehen


Im Inneren sieht es so vielleicht aus. Rechts im Bodenbereich sind die Eingänge zu den Nestern. Die Eier kann man von draußen entnehmen.

Unsere Demeter Eier

Das gemeine Ei solte nicht giftig sein und bedenkenlos gegessen werden können.

Wir machen es besser. In Kooperation mit dem Hof Pahlow aus Köhlingen sorgen wir, dass regionale Eier zu anspruchsvollen Verbrauchern kommen. In den Jahren 2012 und 2013 bearbeitete ich die Familie Pahlow. In zahlreichen Gesprächen versuchte ich sie zu überzeugen, Eier zu produzieren. Gute ehrliche Eier waren und sind immer gesucht. Die regelmäßigen Eierskandale verunsichern immer wieder. Auch die Haltungsbedigungen der Hühner verdirbt immer mehr Menschen den Appetit. 

Irgendwann hatten meine Appelle Erfolg. In Selbstbauweise wurde der erste fahrbare Hühnerstall gebaut. Christian Pahlow ist der kreative Mechaniker des Hofes. Nach seinen Vorstellungen entstand die erste Ausführung, ein Prototyp. Mittlerweile sind zwei weitere dazugekommen. Bunt bemalt sieht man sie schon von weitem. Sie stehen auf einem grünen Feld. Ein Zaun um den Stall soll verhindern, das die Hühner nicht abhauen. Trotzdem gelingt es einigen immer wieder auszubüchsen. Nur zurück schaffen sie es nicht. Gerlinde Pahlow kümmert sich hauptsächlich um die Hühner.  Füttern, Wasser geben, Eier einsammeln sind zwei mal täglich dran. Abends werden die Türen geschlossen und die Ausreißer eingefangen. Fuchs und Habicht beobachten sorgfältig was in ihrem Revier vor sich geht. Die Ausreißer sind dann eine leichte Beute. Am Ende der Legezeit fehlen dann schon mal vierzig Hühner von ehemals zweihundert.

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Ein Bericht aus 2011, zu diesem Thema.

 

Dioxin -  eine alltägliche Belastung  

Es ist doch schrecklich, die Sache mit dem Dioxin. Seit Tagen ist das Thema in den Medien. Besorgte Verbraucher sind ein wenig verunsichert, weil das leidige Thema immer noch nicht erledigt ist. Wann kehrt endlich wieder Ruhe ein, damit das sorglose Leben weitergehen kann? Der Gedanke, ein unsicheres Gefühl beim Essen zu haben, stört doch. Dabei ist doch alles in Ordnung. Es wird Zeit, das wir nichts mehr über den "Dioxin- Skandal" zu hören bekommen. Warum? Nun, es ist unser Alltag. Nur weil wir nicht regelmäßig an diese Giftbelastung erinnert werden, existiert sie trotzdem. Tausende  Tonnen chemische Pflanzenschutzmittel werden jährlich auf deutschen Wiesen und Feldern gespritzt. Dioxine und Furane adsorbieren an die organische Bodensubstanz und werden dort weitgehend zurückgehalten. Sie sind vor allem in den obersten fünf Zentimetern anzutreffen, eine Verlagerung in die Tiefe findet wegen der geringen Wasserlöslichkeit kaum statt. Böden sind neben den Sedimenten die wichtigste Senke für PCDD/PCDF. Die Halbwertzeiten im Boden liegen im Bereich von Jahren bis Jahrzehnten. Austrags- oder Abbauprozesse, wie etwa Verflüchtigung, Photolyse an der Bodenoberfläche, Abbau durch Mikroorganismen  verlaufen sehr langsam. Auf diesen Böden wachsen Getreide, Kartoffeln oder Gemüse. Sie nehmen  die Gifte auf. Darüber regt sich doch keiner mehr auf.
Es ist alles eine Sache der Gewohnheit. Industrielle Futtermittel werden heute für die Ernährung der Tiere gebraucht. Wer dieses Futtermittel in der Hand hat und es betrachtet, muß feststellen, das es schwer zu beschreiben ist. Man erkennt nicht, woraus es besteht. Aber es wirkt unheimlich. Es fließt mehr Milch - mehr Eier, mehr Fleisch.
Bitter ist es nur, das es wieder einige Bauern- Familien getroffen hat. Sie haben das verunreinigte Futter eingesetzt, wurden gesperrt und dürfen ihre Eier oder ihre  Milch nicht mehr verkaufen.  Die industriealisierte Eier- oder Milcherzeugung findet bei den AG´s, GmbH´s, KG´s, statt ( auch Futtermittelhersteller sind Anteilseigner). Sie sind systemgerecht und haben gute Möglichkeiten einen kurzen Lieferstop zu überstehen, oder gehen in Insolvenz.
Die ständig steigende Zahl von Krebserkrankungen, sind ein Indiz für die schleichende Vergiftung unserer Bevölkerung. Ökonomisch gesehen ist es ein stabilisierender Faktor des Wirtschaftsbereiches Gesundheit. Steigende Umsätze in diesem Bereich sind garantiert. Arbeitsplätze sind sicher und werden neu geschaffen.

Für den betroffenen Krebskranken, der an seinem Leben hängt, ist es allerdings kein Trost.

Es bleibt mir die Hoffnung, das der Eine oder der Andere, seine Ernährungsgewohnheiten überdenkt, und das nachhaltig. Erfahrungsgemäß, aus früheren Nahrungsmittel- Skandalen, beträgt die Zeit des Verdrängens / Vergessens nur einige Wochen.

Die spezifisch deutsche Mentalität: Geiz ist geil ! sitzt tief  in breiten Teilen unserer Bevölkerung.

Immer weniger Verbraucher wissen, wie Nahrungsmittel hergestellt werden. Aber welches Handy das Beste ist und wie es bedient werden will, wissen sie ganz genau. Beim Essen  bevorzugen sie Fertiggerichte. Dabei wissen sie nicht einmal, was darin enthalten ist. Und sind begeistert von dem guten Geschmack.