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Seville Orangen Konfitüre (Bitterorangen)

Man nennt sie auch die Bittere Englische Organgenmarmelade

Wer es richtig anstellt, hat einen Hochgenuß im Hause. Ein kleiner Teelöffel genügt um eine Tafel Schokolade Konkurez zu machen. Der Heißhunger noch etwas Süßem zum Beispiel nach einer Mahlzeit, oder bei abgesengtem Blutzuckerspiegel, ist dann weg. Nun, ich hab mich darangemacht, selber zu kochen. Die Konfitüre aus dem Handel war mir immer zu bitter und nicht so riesengroß im Duft und im Aroma. Wer sich nun ernsthaft entschlossen hat, es selbst zu versuchen, hier meine Tips und Erfahrungen.

Allgemeines:

Die Bitterorangen ( Pomeranzen) sind ab November im Handel. Wir bieten sie auf unseren Wochmarktständen an. Sie kommen aus Italien und kosten in demeter Qualität ca 3,80 €/kg. Die Früchte sollen fest und saftig sein. Für die Zubereitung benötigt man doch eine Menge Zeit. Etwa 4 bis fünf Stunden, auf 2 Tage verteilt. Daher lohnt es sich gleich eine größere Menge zu machen, der Mehraufwand ist gering.  Ganz wichtig ist das Rühren beim Kochvorgang. Es darf nichts anbrennen. Sonst ärgern Sie sich später über die schwarzen Brandflocken in der bersteinfarbenen Konfitüre. Die kriegen Sie nicht mehr rausgefischt. Sie benötigen Gläser zum Abfüllen und ganz wichtig, neue Deckel. Bei gebrauchten ist die Gummidichtung oft gequetscht von auf und zudrehen. Die Deckel schließen das Vacuum nicht und ziehen Luft.  Als Folge kommt es zu Schimmelbildung. Die fertige Konfitüre ist am Besten wenn sie fest ist und sich nicht im Glas bewegt.  Das Aroma ist unverwechselbar und verführerrisch.

Zutaten

Für ein Grundrezept benötigen Sie 1 Kilo Früchte

Den Saft von 1 bis zwei großen Zitronen

ca 2 Kilo Rohrzucker / 1 Kilo sollte in Reserve bereitstehen

2,5 Liter Wasser

Arbeitszeit 4 bis 5 Stunden, ergibt bei 350 g Gläsern etwa 10 Stück

 

Vorgehensweise

Nach dem Waschen schälen Sie die Haut bis auf die weisse Schicht  herunter. Die Schalen schneiden sie in dünne Steifen und geben sie in Topf eins. Der Saft von den Früchten und den Zitronen kommt dazu.

Dann benötigen Sie einen größeren Topf für die weissen Schalen. Die Körner und was an Fruchtfleisch bei Auspressen zusammengekommen ist, kommt in einenMullbeutel oder eine Nylonstrumpf von der Mutti. Diesen fest verschnüren und in den Topf geben. Das Wasser aufgiessen, und mit einem Teller und einem vollen Glas beschweren. Alles muß bedeckt sein. Die beiden Töpfe lassen Sie jetzt 48 Stunden ruhen. - In den Schalen und Körnern befindet sich das nötige Pektin. Dieses wird für den Geliervorgang benötigt und löst sich.

Der Kochvorgang

Den Topf mit den weissen Schalen fahren Sie mit schwacher Hitze  hoch. Der Topf bleibt offen, damit Wasserdampf entweichen kann. Gelegentlich umrühren ist gut, das köchelt so 2 Stunden vor sich hin. Am Ende müssen die Schalen so weich sein, das sie durch ein Sieb gedrückt werden können. Als Hilfsmittel zum durchreiben nehmen Sie ein Stampfer oder ein Marmeladenglas. Einfacher geht es mit einer "Flotten Lotte", die gibt´s bei Karstadt. Das Gerät ist empfehlenswert und vielseitig zum Passieren zu nutzen ( Tomaten, ec. ). Zum Schluß kommt noch der Inhalt aus dem Beutel dran. Hier tritt schon ein glibberiges Sekret aus, es ist das wertvolle Pektin, das die ganze Geschicht dick macht. Die Körner gehen zwar nicht durch das Sieb, aber sie werden abgerieben. Die Restflüssigkeit dann ebenfalls durchs Sieb geben. Dann alles zurück in den großen Topf und die Temerarur wieder hochfahren, das es köchelt.

Sodann den Zucker, 2 Kilo, dazugeben, bei mäßiger Hitze löst sich der Zucker unter stetem Rühren auf. Immer gut Rühren, jetzt beginnt die Gefahr, das es anbrennen kann. Der Topf ist immer offen, der Wasserdampf muß abziehen können. Weiterhin den Inhalt aus dem 1. Topf mit der geschälten Schale dazugeben. Nach 30 bis 60 Minuten nähern wir uns dem setting point. Eine Probe mit einem Löffel herausnehmen und abkühlen lassen. Wenn nach einigen Minuten, die Probe fest geworden ist sind wir fast fertig. Die Orangenschalen haben sich bei der Hitze verändert, sie sehen jetzt glasig aus. Die Farbe des Topfinhaltes ist bernsteinfarben. Auch bildet sich an der Oberfläche des Topfinhaltes eine Haut. Eventuell auch die Temperatur zurücknehmen. Aber vergessen Sie nie das Rühren.

Die letzte Phase

Der setting point ist erreicht und die Temperatur wird gesenkt. Nach etwa 15 Minuten beginnen Sie mit dem Abfüllen in Gläsern. Sie stellen diese vollen Gläser vorerst auf den Kopf. Wenn diese richtig schließen, tritt keine Marmelade aus. Ein Vacuum bildet sich beim Abkühlen und der Inhalt ist geschützt: wenn die Gläser abgekühlt sind, auf handwarm, drehen sie diese wieder zurück. So verteilen sich die geschälten/ glasigen Schalen gleichmäßig im Glas.

Die Küche riecht angenehm nach Orange, vergessen Sie nicht zwischendurch zu kosten. Wenn es nicht fest genug wird, weiteren Zucker dazugeben.

Verfeinerungen

Was geht, ist der Zusatz von Ingwer. Diesen geben Sie bereits bei Beginn dazu. Einige mögen auch den Zusatz von Wisky oder einigen Basilikumblättern.

Diese Köstlichkeit von Orangenmarmelade mag ich am Liebsten ohne Verfeinerungen-.

Die Haltbarkeit beträgt etwa 2 Jahre.



Das ist die obere Schale, in Streifen schneiden


Die weißen geschälten Früchte sind zum Kochen


Bernsteinfarbene Fruckt - köstlich im Aroma